Wie wird Ethanol / Bio-Ethanol produziert ?

Je nach Ethanol-Sorte, unterscheidet sich natürlich auch die Produktion des umweltschonenden Materials. So entsteht Ethanol zum Beispiel bei der Vergärung von Zucker oder Stärke (Hefe oder Bakterien). Die Aussage, dass man hier Essen verfaulen lässt, stimmt voll und ganz - allerdings geschieht dies unter besonderer Kontrolle und ist gewollt. Insbesondere bei Wein (Weintrauben) oder Bier (Hopfen, Malz) funktioniert dies natürlich besonders gut.

Durch die Gärung selbst, kann allerdings keine Ethanolkonzentration über 15 Prozent erreicht werden. Dies liegt daran, dass die Hefezellen und Bakterien bei etwa 15 Prozent absterben.

Sofern eine höhere Konzentration an Ethanol gewünscht wird, kommt die Destillation zum Einsatz. Getränke welche destilliert worden sind, bezeichnet man allgemein auch als Spirituosen. Durch eine intensive Destillation ist es möglich, Ethanol für den Ethanol-Kamin nutzbar zu machen.

Da Ethanol selbst geruchsneutral ist, werden in der Regel Geruchsstoffe hinzugeführt. Dies soll sicherstellen, dass das Ethanol nirgends unbemerkt herausdringen kann. übrigens kann Ethanol nicht nur durch Gärung hergestellt werden, sondern auch durch eine Synthese aus Wasser und Ethen, sowie die Zugabe von Katalysatoren und Schwefelsäure. Die Zutaten werden bei bis zu 300 Grad und 70 bar Druck hergestellt. Durch die Radiokohlenstoffdatierung kann man heute übrigens normales Ethanol von Bio-Ethanol unterscheiden. Besonders wichtig ist dies für die Qualität und natürlich den Preis. Da Bio-Ethanol aus nachwachsenden Rohstoffen produziert wird, ist es selbstverständlich umweltschonender. Hier liegt zudem der Vorteil, dass man das Panschen von Spirituosen leicht erkennen kann.

Da Bio-Ethanol eine Reinheit von bis zu 99,9 Prozent hat, ist es besser für die Verbrennung im Ethanol-Kamin oder in Bio-Fahrzeugen geeignet. Da Stroh, Holzreste und Landschaftspflegegut billiger als Weintrauben sind, möchte man zukünftig vermehrt damit arbeiten. Ebenfalls als alternative kommen Chinaschilf und Switchgrass in frage, da diese kaum Pflege benötigen und auch auf schlechten äckern wachsen. Diese Form des Ethanol wird von Herstellern und Experten auch als Cellulose-Ethanol bezeichnet.

 
 
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